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22.07.2026
07:00 Uhr
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Yamaha kombiniert einen drehfreudigen Dreizylinder mit einem Automatik-Getriebe. Das Tourenmotorrad überzeugt im Test, auch durch sein Fahrwerk.

Viele Hersteller versuchen, ihre Luxustourer durch riesige Hubräume aufzuwerten. Yamaha setzt seinen brillanten 890-cm3-Dreizylindermotor dagegen und spart weder am Komfort noch an der Ausstattung. Den ganz besonderen Reiz macht das automatische Y-AMT-Getriebe aus, das ohne Kupplungs- und Schalthebel auskommt. Der ausgiebige Test zeigt, dass das Tourenmotorrad auch ein handliches und komfortables Fahrwerk bietet. Eine gelungene Kombination.
Der intern CP3 genannte Motor treibt einige Yamaha-Modelle an, außer der Tracer 9 GT+ das Naked-Bike Yamaha MT-09, den Supersportler Yamaha R9, das Retro-Bike Yamaha XSR900 und den ebenfalls nostalgisch gezeichneten Sportler Yamaha XSR900 GP. In allen Motorrädern entpuppt sich der Dreizylinder als großer Wurf. Er bringt es auf 119 PS bei 10.000/min und ein Drehmoment von 93 Nm bei 7000/min. Doch die Werte allein spiegeln sein Talent kaum wider. Der Motor packt ganz tief im Drehzahlkeller schon kräftig zu, schiebt die Tracer 9 GT+ heftig an und dreht linear und locker hoch bis zum fünfstelligen Drehzahlbereich. Es ist diese spielerische Selbstverständlichkeit, die die Faszination des Antriebs ausmacht. Dazu bietet er eine vorbildliche Laufkultur.
Sebastian Bauer
Die Tracer 9 GT+ stellt zurzeit das Flaggschiff unter Yamahas Tourern dar, das heißt, sie hat fast Vollausstattung. Wichtig für Reisende ist ein guter Wetterschutz, und den bietet die Yamaha. Die Front wurde im Windkanal optimiert, und ihr Windschild ist elektrisch um zehn Zentimeter in der Höhe verstellbar. Er schützt vorzüglich gegen Sturm und Regen. Außerdem wird das Thema Komfort ganz großgeschrieben: Beide Passagiere sitzen sehr bequem auf breiten und gut gepolsterten, separaten Sitzkissen.